Der von MAN
Beim Umsatz legte Scania um 13 Prozent auf 16,507 Milliarden Kronen zu. Auch hier übertraf das Unternehmen die Analystenerwartung von durchschnittlich 16,363 Milliarden Kronen. Der operative Gewinn stieg von 1,206 auf 2,017 Milliarden Kronen, 373 Millionen Kronen mehr als von den Experten erwartet. Bereits am Vorabend hatte Scania angekündigt, das Unternehmen werde beim Gewinn die Markterwartungen um etwa 25 Prozent übertreffen.
AUFTRAGRÜCKGANG GERINGER ALS BEFÜRCHTET
Der Auftragseingang stieg um 0,7 Prozent auf 13.544 Fahrzeuge. Ausgeliefert wurden mit 14.959 Lkw 22,4 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Analysten hatten zuvor darauf hingewiesen, dass rund 1.000 Lkw, die ursprünglich im zweiten Quartal ausgeliefert werden sollte, aufgrund von Produktionsengpässen erst im dritten Quartal an die Kunden gegangen seien. Diese habe auch den Quartalsüberschuss um 250 Millionen Kronen angehoben, so die Experten. Der Rückstand sei inzwischen abgearbeitet, teilte Scania mit.
Im Geschäftsjahr 2006 werde der operative Gewinn bei deutlich über acht Milliarden Kronen liegen, sagte Scania-Chef Leif Östling. Der auf Grund der Verschärfung der EU-Abgasnormen zum 1. Oktober erwartete Einbruch bei den Bestellungen sei deutlich geringer ausgefallen, als befürchtet.
SCANIA BAUT KAPAZITÄT AUS
Auf Grund der vorliegenden Bestellungen und der noch abzuarbeitenden Aufträge habe Scania beschlossen, die Produktion im ersten Quartal zu erhöhen. Mit "begrenztem Kapitalaufwand" solle die Kapazität auf 100.000 Lkw pro Jahr erhöht werden.
Mit der 2007 beginnenden Zusammenfassung seiner europäischen Achsen- und Getriebeproduktion im schwedischen Södertälje und Teilen des Managements in Belgien will Scania mittelfristig mehr als 300 Millionen Kronen pro Jahr einsparen. Die Einsparungen sollen ab 2009 voll zum Tragen kommen.
QUARTALSZAHLEN VORGEZOGEN
Scania hatte die ursprünglich für den 30. September geplante
Vorlage seiner Quartalszahlen überraschend vorgezogen.
Unternehmenssprecherin Cecilia Edström sagte, Scania wolle so "allen
Anteilseignern gleiche Information zur Bewertung des
Unternehmenswertes geben". Seit Mitte September bemüht sich der
Nutzfahrzeughersteller MAN
Am Donnerstagmorgen hatte MAN mitgeteilt, seinen Anteil an
Scania auf 14,27 Prozent der Stimmrechte erhöht zu haben. Zugleich
stockten die Münchner ihre Übernahmeofferte auf mehr als zehn
Milliarden Euro auf. Größter Anteilseigner beider
Lastwagenhersteller ist der Autobauer Volkswagen
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AXC0111 2006-10-12/13:35
